Murat Fıratoğlu meinte in einem Interview einmal, sein Film handle von einem Mann, der einen sehr schlechten Tag bei der Arbeit habe: Nachdem Eyüp pleite aus İzmir in seine Heimatstadt Siverek zurückgekehrt ist, gerät er bei der Arbeit in der glühenden Hitze auf einem Tomatenfeld wegen ausstehender Löhne an den Vorarbeiter Hemme. Die Wut über seine Situation wächst, bis Eyüp beschliesst, Hemme zu töten. Doch zwischen ihm und seiner Tat stehen die Menschen der Stadt, unerwartete Begegnungen und die komischen Umstände eines immer weniger miserablen Tages. Regisseur und Hauptdarsteller Fıratoğlu bricht mit den gängigen Erzählmustern einer linearen Rachegeschichte und macht unaufgeregt die strukturelle Ausbeutung der Arbeiterklasse ebenso wie unscheinbare Praktiken des Alltags als Grosses im Kleinen spürbar.